Planungsbüro Schubert
Planung und Bauüberwachung im Hoch- und Tiefbau
Sicherheits- und Gesundheitsschutz-Koordination
Baustatik * Anfertigung von Gebäude-Energiepässen
Staatlich anerkannte Sachverständige für Schall- und
Wärmeschutz * Energieberatung * Wertgutachten
Denneborgsweg 2 * 45896 Gelsenkirchen-Buer
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Sparen während der Planung

Baugenehmigung
Reichen Sie den Bauantrag früh genug ein, so dass der Zeitpunkt für den Baubeginn auf jeden Fall eingehalten werden kann. Das gilt besonders, wenn die Rohbauarbeiten für den Sommer geplant sind. Bedenken Sie, dass die günstigste Bauzeit vom Frühling bis zum Herbst reicht. Im Winter können sich teure Bauzeitverzögerungen ergeben. Ersparnis: ca. 2.000 EUR

Grundstücksgröße
Kalkulieren Sie möglichst genau die Grundstücksgröße, die Sie benötigen. Bei rund 150 bis 400 EUR/qm - ein Preis, der in Ballungsgebieten durchaus üblich ist - kommen schnell einige tausend Euro zusammen, wenn man den eigenen Bedarf etwas zurückschrauben kann: 200 qm weniger sparen z.B. 30.000 bis 80.000 EUR

Baukörper
Wählen Sie einen einfachen Baukörper. Standard ist ein regelmäßiger Quader. Wandvorsprünge, Gauben und Erker bedeuten einen höheren Arbeitsaufwand. Sie sparen bis zu 5.000 EUR

Keller
In der Mehrzahl der Fälle können Sie mit dem Wegfall des Kellers ordentlich Geld sparen. Wenn der Architekt ein Konzept liefert, das Ihnen ausreichend Nebenfläche bietet, können Sie mit dem Ersparten viel erreichen.

Wenn Sie aber trotz Keller preisgünstig sein wollen: sparen Sie an Höhe, 2.20 oder 2.30 m tuts auch. Lassen Sie, wenn es irgend geht, die Außentreppe weg, die kostet auch viel Geld. Lassen Sie sich nicht verführen, aus dem Keller plötzlich wohntaugliche Fläche machen zu wollen. Die Kosten verdoppeln sich rasant schnell, wenn Sie beheizte Räume, mit Wärmedämmung außen und unten bauen wollen und weil es so bequem ist, auch noch ein Duschbad und den Anschluss für die Sauna.

Haustechnische Installationen
Legen Sie die Räume mit Wasseranschluss ins Erdgeschoss. Das spart Steigleitungen. Einsparpotential: 1.000 bis 2.500 EUR

Wenn Sie auf drei Ebenen wohnen, ist vielleicht nicht auf jeder Ebene ein Badezimmer wichtig. Das kostet nämlich richtig Geld, von den Fliesen bis zu den Sanitärobjekten. Die Flexibilität eines Familienbadezimmers lässt sich auch mit einem abgetrennten WC innerhalb des Bads erreichen. Ein Gäste-WC oder ein zusätzliches Badezimmer kostet ca. 5000 EUR

Architekten- und Ingenieurhonorar
Sie sollten bedenken, dass die Grundlagen für eine anspruchsvolle, wirtschaftliche und technisch einwandfreie Ausführung in der Planung gelegt werden. Je mehr durch ein angemessenes Honorar bedingte Zeit ein Tragwerksplaner in Ihre Planung investiert, um so günstiger wird später die Baukonstruktion erstellbar sein. "Billige" Planungen stellen sich später meistens als "teure" Ausführungen dar. Außerdem bewahrt Sie ein Architekt vor Bauschäden und hilft Ihnen bei Problemen mit den Baufirmen. Das Architektenhonorar für diese Leistungen ist im Zweifelsfall nur ein Bruchteil des Schadens, den Sie erleiden können.

Wohnraumplanung
Bedenken Sie, dass jeder Quadratmeter bebaute Fläche Geld kostet. Die Verkehrswege wie Dielen und Flure nehmen normalerweise rund 20 Prozent der Wohnfläche in Anspruch. Das muss nicht sein. Prüfen Sie die Notwendigkeit dieser Flächen. Wer mit 130 statt 150 qm auskommt, kann bis zu 30.000 EUR sparen! Intelligente Grundrisslösungen können hier viel Geld sparen. Entscheiden Sie sich im Zweifelsfall auch für weniger Räume! Wände reduzieren die Nutzfläche. Offene Grundrisse wirken zudem großzügiger, vermitteln mehr Raumgefühl. Angenehmer Nebeneffekt: Sie sparen Tapezier- und Malerarbeiten und brauchen weniger Türen

Wanddicke
Stellen Sie die Wanddicke in Beziehung zur Lage Ihrers Eigenheims. Ist das Haus freistehend und abseits von Lärmquellen gelegen, können evtl. dünnere Wände gewählt werden. Das gewinnt Wohnfläche. Wird bei einem Einfamilienhaus die Wandstärke um sechs Zentimeter reduziert, entspricht das einem Wohnflächengewinn von rund 5 qm (siehe oben). Preisvorteil ca. 7.500 EUR

Raumhöhe
Wägen Sie ab, ob Sie eine Raumhöhe von 2,60 m benötigen. Wer auf die üblichen 2,40 m geht, spart bei einem Wohnhaus mit drei Etagen bis zu 3.000 EUR

Außenwände
Bedenken Sie, dass sich die Kosten für Außenwände in der Regel einfach berechnen lassen: Außenwandfläche x Quadratmeterpreis. Die Minimierung der Außenwandfläche bringt also bares Geld. Verzichten Sie wie bereits erwähnt auf einen verwinkelten Baukörper, Erker, Wandvorsprünge etc., planen Sie mit geraden Außenflächen und - wenn es vertretbar ist - mit niedrigeren Decken von 2,40 Meter. Ein weiterer Vorteil: 15 bis 20 Prozent der Wärme strahlt das Haus über die Außenwände ab. Je kleiner die Wände, desto geringer der Wärmeverlust. Die Außenwandkonstruktion bietet ein großes Einsparpotential, wie die folgende Tabelle zeigt:

Konstruktion Preis/qm
Holzständerkonstruktion, innen Gipskarton, außen Spanplatte, 20 cm Mineralwolle eingelegt 130 EUR
30 cm Porenbetonstein, verputzt 150 EUR
24 cm Mauerwerk, 16 cm Dämmung, verputzt 190 EUR
36.5 cm wärmedämmendes Mauerwerk, 11.5 cm Sichtmauerschale 250 EUR
24 cm Mauerwerk, 16 cm Dämmung, 11.5 cm Sichtmauerschale 280 EUR

Raumgrößen
Verzichten Sie auf Decken mit einer Spannweite von über 5 Metern! Sowohl die Decke, als auch tragende Wände sowie das Fundament müssen dann wegen des höheren Gewichts stabiler gebaut werden - das treibt die Kosten in die Höhe, um bis zu 3.000 EUR

Dachform
Mit der Wahl der Dachform haben Sie ein enormes Einsparpotential: Der Unterschied zwischen einem Walmdach und einem einfachen Satteldach beträgt rund 5.000 EUR. Neben dem Satteldach zählt noch das Pultdach zu den günstigeren Varianten.

Fensterflächen
Beschränken Sie die Fensterflächen auf ein 'normales' Maß! Sie sind teurer als Wandflächen, erhöhen die Kosten für die Maurerarbeiten und sind im Hinblick auf die Wärmedämmung eine Schwachstelle. Die Fensterflächen müssen in ihrer Gesamtheit 12,5 Prozent der Wohnfläche aufweisen. Wenn Sie die Fensterflächen auf diesen Wert reduzieren können, sparen Sie gleich mehrere Tausend Euro und alljährlich Heizkosten.

Goldene Regel für die Verteilung der Fensterflächen: Fenster zum Süden und Westen hin sollten größer und großzügiger eingesetzt werden, weil diese Fassaden im Jahresmittel mehr Energie durch Sonneneinstrahlung gewinnen als sie verlieren. Nord- und Ost-Fenster sind kleiner zu gestalten

Rolläden
Rolläden wenn möglich nur im Erdgeschoss einplanen. Die Kästen stellen Wärmebrücken dar. Neben der Gefahr von Schimmelbildung sind sie der Wärmedämmung abträglich. Außerdem können Sie so rund 3.500 EUR sparen

Dachausbau
Das Dach mit einer Neigung von 35 bis 40 Grad bietet die besten Voraussetzungen für einen späteren Ausbau in Eigenleistung, der nachträglich Wohn- bzw. Nutzfläche schafft.

Beachten Sie aber: wer auf den Dachgeschossausbau in der Planungsphase verzichtet, senkt zwar den absoluten Herstellungsbetrag des Hauses. Der relative Betrag - Baupreis pro qm Wohnfläche - erhöht sich aber dadurch. Wenn Sie von vornherein den Dachausbau einplanen und so Wohnfläche schaffen, können Sie gegebenfalls die Grundfläche Ihres Hauses reduzieren. Das spart noch einmal zusätzlich teures Grundstücksgeld und verbessert den Quotienten Baupreis/qm-Wohnfläche

Sparen während der Bauphase

Skonto vereinbaren
Vereinbaren Sie mit den beauftragten Handwerkern ein Skonto von zwei bis drei Prozent. Bei 150.000 Euro Baukosten macht das immerhin 3.000 bis 4.500 EUR

Fertigelemente
Generell ist in allen Bauabschnitten zu überlegen, ob Fertigelemente eingesetzt werden können. Das entlastet zum einen unmittelbar die Baukosten, zum anderen führt es zu einer rationelleren Baudurchführung. Das spart Zeit und entlastet die Finanzierungskosten

Porotonplanziegel
Wenn Sie ein freistehendes Haus bauen möchten, verwenden Sie Porotonplanziegel oder Porenbeton beim Mauern. So können Sie auf ein zweischaliges Mauerwerk mit Kerndämmung verzichten. Das spart bei der Errichtung der Wände bis zu 50 Prozent!

Holzkonstruktionen
Für den Fall, dass Sie mehrgeschossig bauen: Holzkonstruktionen für die Decke sind rund ein Drittel günstiger als massive Stahlbetondecken. Eine einfache Dielung auf Dämmstreifen ist durchaus ausreichend. Weiche Teppiche bieten zudem weiteren Schallschutz

Fertigdecken
Überlegen Sie, ob für Sie Fertigdecken in Frage kommen. Sie kosten rund 40 EUR pro Quadratmeter. Gegossene Decken kommen auf rund 60 EUR/qm - 50 Prozent mehr!

Oberflächenbehandlung
Wenn Sie in bestimmten Räumen auf die Oberflächenbehandlung der Innenwände verzichten und statt Putz, Tapete und Anstrich auf gestrichene Kalksandsteine setzen, können Sie rund 15 bis 20 EUR pro Quadratmeter sparen. Weitere Alernative: Sie verzichten bei verputzten Wänden auf die Tapete und tragen die Farbe direkt auf den Putz auf. Ersparnis: mindestens 5 EUR/qm